Taman Negara und Perhentian Islands
Taman Negara
Am Montag sind wir wie Pauschaltouristen vor unserem Guesthouse abgeholt worden, dann in einen anderen Bus umgestiegen, 4 Stunden Bus gefahren, in ein Boot umgestiegen und damit sind wir dann nochmal 3 Stunden auf dem Sungai Tembeling entlanggeschippert. Waehrend der Bootsfahrt haben wir schon einen Eindruck von Flora und Fauna des Dschungels bekommen. Wir sind an Wasserbueffelherden vorbeigefahren, haben einen Waran aus dem Wasser steigen sehen, kleine Makakengrueppchen und bunte Voegel.
Abends ging's dann (ein bisschen an Nachtwanderungen im Ferienlager erinnernd) einen gefuehrten Spaziergang auf einem befestigten Weg durch den Regenwald. Ja, das ist alles ein bisschen Dschungel light. Aber fuer uns Neulinge war das gar nicht schlecht. Wir haben Gluehwuermchen gesehen, Stabheuschrecken, Skorpione, riesige Spinnen und so einiges mehr.
Am naechsten Tag hatten wir einen straffen Zeitplan. Erst haben wir auf dem Canopy Walkway unseren Gleichgewichtssinn und die Schwindelfreiheit testen koennen, denn es ging 500 m auf einem Haengebrueckensystem in 20-45m Hoehe durch die Baeume. Voll toll! Wir sind dann noch 2,5 Stunden auf teilweise unbefestigten Wegen weiter durch den Regenwald, eine ziemlich schweisstreibende Angelegenheit bei 30 Grad Celsius. War trotzdem grandios, vor allem der Blick vom obligatorischen Aussichtspunkt, wenn man oben angekommen ist.
Nachmittags ging's dann zum Orang Asli-Dorf auf der anderen Seite des Flusses. Die Tour war in unserem Full Package mit drin und wir wollten sie erst gar nicht mitmachen. Ist doch irgendwie doof, Ureinwohner wie Zootiere zu begaffen. Unser Guide (Herman, der uns auch schon auf die anderen Touren mitgenommen hatte), hat uns aber schon vorher darauf angesprochen, dass es bestimmt einigen so geht. Er meinte aber, dass wir keine Angst haben sollen, weil die Orang Asli unheimlich stolz darauf sind, Fremden zu zeigen, was sie koennen.
So sind wir also auch mit in das Dorf gefahren, natuerlich wieder mit dem Boot. Der Grossteil unserer Gruppe hat mal ausprobiert, einen Teddy mit nem Blasrohr abzuschiessen (Anja und ich nicht...wir Feiglinge). Und wir haben zugeguckt, wie ein Orang Asli in nicht mal ner Minute Feuer gemacht hat. Nur mit Material aus dem Dschungel. Klingt jetzt vielleicht alles ein bisschen langweilig, war aber absolut lohnend, zumal uns auch noch viel ueber die alten Traditionen dieses Volkes nahegebracht wurde. Zum Beispiel beerdigen sie ihre Toten nicht, sondern bauen ihnen Plattformen in den Baeumen, damit nichts dem Toten etwas anhaben kann. Ich fand das ziemlich interessant.
Danach ging's dann mit dem Boot die Stromschnellen runter. Wir waren klitschnass, als wir wieder im Dorf ankamen,aber es hat riesen Spass gemacht.
Gegessen haben wir immer auf einem der schwimmenden Restaurants. Traumhaft schoen, auch wenn das Essen eher Mittelmass war. Anja konnte nicht genug bekommen von den kleinen duerren streunenden Kaetzchen, die sich hin und wieder auch im Restaurant zeigten. Ich glaube, ich muss vor der Rueckreise nochmal ihren Rucksack filzen, sie hat bestimmt eine eingesteckt.
Abends sind wir dann noch auf eine 4-wheel-safari gegangen. Wir sassen zu 7 auf der Ladeflaeche eines Pickups und haben Tiere geguckt. Hatten echt Glueck, weil wir viel gesehen haben. Eine Wildschweinfamilie, ein Flughoernchen (richtig im Flug!), eine Eule, eine Python, irgendwas katzenartiges mit gestreiftem Schwanz (vielleicht nen Katta??? gibts die hier?) und noch ein bisschen Kleinvieh. Spannend!
Danach haben wir dann mit nem schweizer Paerchen und nem Deutschen, die alle Touren mit uns zusammen gemacht haben, mit nem Tiger Bier (das uebrigens nicht malaysisch ist, weil Malaysia keine Brauereien hat...hat jemand ne Ahnung, woher dieses Bier kommt???) auf den letzten Abend angestossen. Bier wurde im Dorf natuerlich nicht offiziell verkauft. Der Islam, ihr versteht. Aber die Jungs hatten schnell jemanden aufgetan, der die Dosen aus seinem Kofferraum heraus verkaufte...mit 10 Ringgit (= 2Euro) ein eher teures Vergnuegen, aber am letzten Abend im Dschungel ging das schon.
Perhentian Islands
Am naechsten Tag ging's dann frueh weiter Richtung Kuala Besut. Wir waren den ganzen Tag mit dem Bus unterwegs und sind dann abends von Kuala Besut zur Perhentian Island "Besar" uebergesetzt. Ein traumhaftes Fleckchen Erde, das genauso aussieht, wie man es von Postkarten kennt. Kristallklares tuerkises Wasser, weisser Sandstrand und jede Menge Palmen. Unser Guesthousezimmer war ziemlich billig, hatte dafuer aber erst Strom, wenn die Sonne untergegangen war, kein Fenster im Badezimmer (ein grosser Spass tagsueber, aber wir hatten ja ne Taschenlampe), kein warmes Wasser und dazu passend auch kein Waschbecken. Haendewaschen ging also nur unter der Dusche, und auch das nur mit recht salzigem Wasser.
Dafuer hatten wir einen Balkon direkt zum Strand hin, super!
Am zweiten Tag sind wir schnorcheln gewesen, ein Erlebnis! Korallen, knallbunte Fische, riesige Muscheln und sogar Meeresschildkroeten! Anja hat auch noch nen Hai gesehen. Davon sollen dort jede Menge gewesen sein...ich hab jedenfalls keinen gesehen. Ich sehe schon die schreckgeweiteten Augen unserer Eltern: uns wurde versichert, dass es ungefaehrliche Haie sind. Und wir leben ja auch noch.
Anja hat leider inzwischen den ganzen Koerper voll von irgendwelchen Insektenstichen, deren Ursachen wir nicht ergruenden konnten. Es wurden nachts immer mehr, aber ich habe nichts bekommen, obwohl wir uns ein Bett geteilt haben. Selbst die Einheimischen waren ratlos. Heute hat Anja von den Leuten aus unserem Lieblingsrestaurant noch irgendeine "Medizin" bekommen, die ich fuer Eukalyptusoel oder aehnliches hielt. Schaden kann's nicht, haben wir gedacht. Hat aber auch nicht viel gebracht, befuerchte ich. Wir sind vorsichtshalber jedenfalls mal abgereist, zumal wir heute noch ein Maedchen mit nem Parasiten unter der Haut gesehen haben. Sowas wollten wir uns natuerlich erst recht nicht einfangen.
Deshalb sitzen wir jetzt in Kota Bharu, noch weiter noerdlich. Soll ganz toll sein hier. Haben wir noch nicht feststellen koennen. Wir waren bislang nur in unserem Guesthouse (Menora Guesthouse, unser Reisefueher sagte: geraeumiges, sauberes Guesthouse [...]mit gepflegtem Dachgarten. Dachgarten mit vielen Blumen und schoenem Blick auf den Kelantan-Fluss. Chua, der Besitzer, haelt viele Tipps fuer Kota Bahru bereit. Klang super, fanden wir.) Leider sind wir die einzigen Gaeste, aber geraeumig ist es wirklich. Das ist ein bisschen gruselig. Ausserdem ist vor der Tuer ein Eisentor wie in nem Gefaengnis. Immerhin haben wir dafuer nen Schluessel. Die Dachterasse ist wirklich vorhanden und auch ganz schoen, wenn man sich das Geruempel wegdenkt. Wir zahlen nur 25 Ringgit fuer das Zimmer, was will man erwarten. Ausserdem waren wir noch lecker indisch essen, Curry vom Bananenblatt und der Besitzer ein Unikat. Ueberall Poster der verschiedensten Fussballmannschaften an den Waenden. Auch von der deutschen! Alle waren se dabei: Klinsi, Andi Koeppke etc. Sehr lustig. Wir wurden dann auch noch gefragt, wie's Juergen Klinsmann geht.
Aber irgendwie zieht es uns doch schnell weiter. Wir gucken uns heute abend hier noch den Nachtmarkt an ("not much to see" sagte der Gastwirt des Menora Guesthouse zu dem Thema) und morgen frueh um 9 geht es in 7 oder 8 Stunden Busfahrt nach Butterworth im Westen Malaysias. Von dort aus wollen wir nach Georgetown auf Penang.
Am Montag sind wir wie Pauschaltouristen vor unserem Guesthouse abgeholt worden, dann in einen anderen Bus umgestiegen, 4 Stunden Bus gefahren, in ein Boot umgestiegen und damit sind wir dann nochmal 3 Stunden auf dem Sungai Tembeling entlanggeschippert. Waehrend der Bootsfahrt haben wir schon einen Eindruck von Flora und Fauna des Dschungels bekommen. Wir sind an Wasserbueffelherden vorbeigefahren, haben einen Waran aus dem Wasser steigen sehen, kleine Makakengrueppchen und bunte Voegel.
Abends ging's dann (ein bisschen an Nachtwanderungen im Ferienlager erinnernd) einen gefuehrten Spaziergang auf einem befestigten Weg durch den Regenwald. Ja, das ist alles ein bisschen Dschungel light. Aber fuer uns Neulinge war das gar nicht schlecht. Wir haben Gluehwuermchen gesehen, Stabheuschrecken, Skorpione, riesige Spinnen und so einiges mehr.
Am naechsten Tag hatten wir einen straffen Zeitplan. Erst haben wir auf dem Canopy Walkway unseren Gleichgewichtssinn und die Schwindelfreiheit testen koennen, denn es ging 500 m auf einem Haengebrueckensystem in 20-45m Hoehe durch die Baeume. Voll toll! Wir sind dann noch 2,5 Stunden auf teilweise unbefestigten Wegen weiter durch den Regenwald, eine ziemlich schweisstreibende Angelegenheit bei 30 Grad Celsius. War trotzdem grandios, vor allem der Blick vom obligatorischen Aussichtspunkt, wenn man oben angekommen ist.
Nachmittags ging's dann zum Orang Asli-Dorf auf der anderen Seite des Flusses. Die Tour war in unserem Full Package mit drin und wir wollten sie erst gar nicht mitmachen. Ist doch irgendwie doof, Ureinwohner wie Zootiere zu begaffen. Unser Guide (Herman, der uns auch schon auf die anderen Touren mitgenommen hatte), hat uns aber schon vorher darauf angesprochen, dass es bestimmt einigen so geht. Er meinte aber, dass wir keine Angst haben sollen, weil die Orang Asli unheimlich stolz darauf sind, Fremden zu zeigen, was sie koennen.
So sind wir also auch mit in das Dorf gefahren, natuerlich wieder mit dem Boot. Der Grossteil unserer Gruppe hat mal ausprobiert, einen Teddy mit nem Blasrohr abzuschiessen (Anja und ich nicht...wir Feiglinge). Und wir haben zugeguckt, wie ein Orang Asli in nicht mal ner Minute Feuer gemacht hat. Nur mit Material aus dem Dschungel. Klingt jetzt vielleicht alles ein bisschen langweilig, war aber absolut lohnend, zumal uns auch noch viel ueber die alten Traditionen dieses Volkes nahegebracht wurde. Zum Beispiel beerdigen sie ihre Toten nicht, sondern bauen ihnen Plattformen in den Baeumen, damit nichts dem Toten etwas anhaben kann. Ich fand das ziemlich interessant.
Danach ging's dann mit dem Boot die Stromschnellen runter. Wir waren klitschnass, als wir wieder im Dorf ankamen,aber es hat riesen Spass gemacht.
Gegessen haben wir immer auf einem der schwimmenden Restaurants. Traumhaft schoen, auch wenn das Essen eher Mittelmass war. Anja konnte nicht genug bekommen von den kleinen duerren streunenden Kaetzchen, die sich hin und wieder auch im Restaurant zeigten. Ich glaube, ich muss vor der Rueckreise nochmal ihren Rucksack filzen, sie hat bestimmt eine eingesteckt.
Abends sind wir dann noch auf eine 4-wheel-safari gegangen. Wir sassen zu 7 auf der Ladeflaeche eines Pickups und haben Tiere geguckt. Hatten echt Glueck, weil wir viel gesehen haben. Eine Wildschweinfamilie, ein Flughoernchen (richtig im Flug!), eine Eule, eine Python, irgendwas katzenartiges mit gestreiftem Schwanz (vielleicht nen Katta??? gibts die hier?) und noch ein bisschen Kleinvieh. Spannend!
Danach haben wir dann mit nem schweizer Paerchen und nem Deutschen, die alle Touren mit uns zusammen gemacht haben, mit nem Tiger Bier (das uebrigens nicht malaysisch ist, weil Malaysia keine Brauereien hat...hat jemand ne Ahnung, woher dieses Bier kommt???) auf den letzten Abend angestossen. Bier wurde im Dorf natuerlich nicht offiziell verkauft. Der Islam, ihr versteht. Aber die Jungs hatten schnell jemanden aufgetan, der die Dosen aus seinem Kofferraum heraus verkaufte...mit 10 Ringgit (= 2Euro) ein eher teures Vergnuegen, aber am letzten Abend im Dschungel ging das schon.
Perhentian Islands
Am naechsten Tag ging's dann frueh weiter Richtung Kuala Besut. Wir waren den ganzen Tag mit dem Bus unterwegs und sind dann abends von Kuala Besut zur Perhentian Island "Besar" uebergesetzt. Ein traumhaftes Fleckchen Erde, das genauso aussieht, wie man es von Postkarten kennt. Kristallklares tuerkises Wasser, weisser Sandstrand und jede Menge Palmen. Unser Guesthousezimmer war ziemlich billig, hatte dafuer aber erst Strom, wenn die Sonne untergegangen war, kein Fenster im Badezimmer (ein grosser Spass tagsueber, aber wir hatten ja ne Taschenlampe), kein warmes Wasser und dazu passend auch kein Waschbecken. Haendewaschen ging also nur unter der Dusche, und auch das nur mit recht salzigem Wasser.
Dafuer hatten wir einen Balkon direkt zum Strand hin, super!
Am zweiten Tag sind wir schnorcheln gewesen, ein Erlebnis! Korallen, knallbunte Fische, riesige Muscheln und sogar Meeresschildkroeten! Anja hat auch noch nen Hai gesehen. Davon sollen dort jede Menge gewesen sein...ich hab jedenfalls keinen gesehen. Ich sehe schon die schreckgeweiteten Augen unserer Eltern: uns wurde versichert, dass es ungefaehrliche Haie sind. Und wir leben ja auch noch.
Anja hat leider inzwischen den ganzen Koerper voll von irgendwelchen Insektenstichen, deren Ursachen wir nicht ergruenden konnten. Es wurden nachts immer mehr, aber ich habe nichts bekommen, obwohl wir uns ein Bett geteilt haben. Selbst die Einheimischen waren ratlos. Heute hat Anja von den Leuten aus unserem Lieblingsrestaurant noch irgendeine "Medizin" bekommen, die ich fuer Eukalyptusoel oder aehnliches hielt. Schaden kann's nicht, haben wir gedacht. Hat aber auch nicht viel gebracht, befuerchte ich. Wir sind vorsichtshalber jedenfalls mal abgereist, zumal wir heute noch ein Maedchen mit nem Parasiten unter der Haut gesehen haben. Sowas wollten wir uns natuerlich erst recht nicht einfangen.
Deshalb sitzen wir jetzt in Kota Bharu, noch weiter noerdlich. Soll ganz toll sein hier. Haben wir noch nicht feststellen koennen. Wir waren bislang nur in unserem Guesthouse (Menora Guesthouse, unser Reisefueher sagte: geraeumiges, sauberes Guesthouse [...]mit gepflegtem Dachgarten. Dachgarten mit vielen Blumen und schoenem Blick auf den Kelantan-Fluss. Chua, der Besitzer, haelt viele Tipps fuer Kota Bahru bereit. Klang super, fanden wir.) Leider sind wir die einzigen Gaeste, aber geraeumig ist es wirklich. Das ist ein bisschen gruselig. Ausserdem ist vor der Tuer ein Eisentor wie in nem Gefaengnis. Immerhin haben wir dafuer nen Schluessel. Die Dachterasse ist wirklich vorhanden und auch ganz schoen, wenn man sich das Geruempel wegdenkt. Wir zahlen nur 25 Ringgit fuer das Zimmer, was will man erwarten. Ausserdem waren wir noch lecker indisch essen, Curry vom Bananenblatt und der Besitzer ein Unikat. Ueberall Poster der verschiedensten Fussballmannschaften an den Waenden. Auch von der deutschen! Alle waren se dabei: Klinsi, Andi Koeppke etc. Sehr lustig. Wir wurden dann auch noch gefragt, wie's Juergen Klinsmann geht.
Aber irgendwie zieht es uns doch schnell weiter. Wir gucken uns heute abend hier noch den Nachtmarkt an ("not much to see" sagte der Gastwirt des Menora Guesthouse zu dem Thema) und morgen frueh um 9 geht es in 7 oder 8 Stunden Busfahrt nach Butterworth im Westen Malaysias. Von dort aus wollen wir nach Georgetown auf Penang.
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